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Hirnwellen und QEEG

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Das EEG (Elektroenzephalografie) misst Hirnwellen in verschiedenen Frequenzen. Elektroden werden auf bestimmten Hautstellen platziert, um die elektrische Aktivität des Gehirns zu messen und aufzuzeichnen.

Die Frequenz gibt an, wie oft sich eine Welle pro Sekunde wiederholt.

Man kann sie mit der Frequenz vergleichen, die beim Umschalten der Radiosender auftritt. Sind diese Frequenzen unzureichend, zu hoch oder schwer zu finden, kann unsere geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt sein.

Die Amplitude beschreibt die Stärke der vom Gehirn erzeugten elektrischen Aktivität.

Die Lautstärke oder Intensität der Hirnwellenaktivität wird in Mikrovolt gemessen.

Das Roh-EEG wird hauptsächlich durch Frequenzbänder definiert. Gamma-, Alpha-, Beta-, SMR-, Delta- und Theta-Wellen sind im Gehirn vorhanden.

Hirnwellen sind niederfrequente elektrische Aktivität, die durch neurochemische Prozesse im lebenden Gehirn entsteht.

Wissenschaftler haben Hirnwellen in fünf Hauptkategorien unterteilt.

 

GAMMA (über 30 Hz),

BETA (13–30 Hz),

ALPHA (8–12 Hz),

THETA (4–8 Hz) und DELTA (unter 4 Hz)

Delta (0,1–3 Hz)


Beispiel: Unser Gehirn nutzt 13 Hz (hohe Alpha- und niedrige Beta-Frequenzen) für effektive Intelligenz.

Häufig weisen Menschen mit Lernschwierigkeiten und Aufmerksamkeitsstörungen eine verminderte 13-Hz-Aktivität in bestimmten Hirnregionen auf, was ihre Fähigkeit beeinträchtigt, sequentielle Aufgaben und mathematische Berechnungen durchzuführen.


HIRNWELLENFREQUENZEN


Delta (0,1–3 Hz)


Die niedrigsten Frequenzen sind Delta-Wellen. Sie liegen unter 4 Hz und treten im Tiefschlaf auf. Bei bestimmten abnormalen Prozessen spiegeln Delta-Wellen unbewusste Gedanken wider, wenn ein Zustand der Empathie empfunden wird. Bei Säuglingen bis zu einem Jahr ist dies der dominante Rhythmus und tritt in den Schlafstadien 3 und 4 auf.

Die Amplitude ist die höchste und langsamste Welle. Wir erhöhen die Delta-Wellen, um unsere Wahrnehmung der physischen Welt zu reduzieren. Auch auf unsere unbewussten Gedanken greifen wir über Delta-Wellen zu.

Wer seine Leistungsfähigkeit steigern möchte, reduziert die Delta-Wellen und erreicht so höchste Konzentration und optimale Leistung.

Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) hingegen erhöhen die Delta-Wellen, anstatt sie zu reduzieren, wenn sie sich konzentrieren wollen. Unangemessene Delta-Wellen schränken Konzentration und Aufmerksamkeit stark ein. Es ist, als ob das Gehirn permanent in einem schläfrigen Zustand gefangen wäre.

Um Delta-Wellen aus einer anderen Perspektive zu veranschaulichen: Stellen Sie sich vor, Sie fahren im ersten Gang. In diesem Gang können Sie nicht sehr schnell fahren. Delta steht also für den ersten Gang.

• Theta-Wellen: (5–7 Zyklen pro Sekunde) langsame Gehirnwellen, die beim Tagträumen, in der Dämmerung und bei tiefer Entspannung auftreten. Diese Wellen stören Aufmerksamkeit und Konzentration und können Tagträumen auslösen.

• Alpha-Wellen: (8–12 Zyklen pro Sekunde), Gehirnwellen, die in Zuständen bewusster Entspannung auftreten.

• SMR-Wellen (Sensorimotorischer Rhythmus): (12–15 Zyklen pro Sekunde), Gehirnwellen, die bei konzentrierter Aktivität auftreten.

• Gamma-Wellen: Gemessen zwischen 36 und 44 Hz, bilden diese Wellen ein einzelnes Frequenzband, das im gesamten Gehirn vorkommt.

Wenn wir in einer QEEG-Aufzeichnung im Wachzustand die Schlaf-Delta-Welle und die Traum-Theta-Welle feststellen oder wenn wir Alpha-, SMR- und Beta-Wellen in den erwarteten Hirnregionen nicht finden, können wir dem Patienten/der Patientin mithilfe von Neurofeedback-Therapie beibringen, diese Wellen in verschiedenen Hirnregionen zu senken oder zu erhöhen.

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