MUSIK-BALLSAAL-TANZEN

MUSIK, GESELLSCHAFTSTANZ
Die musikalische Darbietung konnte durch Alpha/Theta-Neurofeedback (A/T-Neurofeedback) verbessert werden. Studierende des Royal College of Music in London wurden per Zufallsauswahl in eine verblindete, kontrollierte Studie aufgenommen. Sie mussten zunächst vor einer Jury (unter starkem Stress) auftreten und erhielten anschließend Alpha/Theta-Neurofeedback, SMR (Stimmungsaktivierung), Beta-Neurofeedback, körperliche Übungen und ein Training in der Alexander-Technik.
Anschließend traten sie erneut auf und wurden bewertet. Nur die Alpha/Theta-Gruppe zeigte eine Verbesserung ihrer musikalischen Darbietung. (Egner und Gruzelier, 2003) In der ersten Studie nahmen 36 Studierende (22 Mädchen und 14 Jungen; Durchschnittsalter = 20,9 Jahre, Standardabweichung = 1,36) des Royal College of Music (London) freiwillig teil, in der zweiten Studie 61 Studierende (43 Mädchen und 18 Jungen; Durchschnittsalter = 23,1 Jahre, Standardabweichung = 2,21).
In der oben erwähnten randomisierten, verblindeten, placebokontrollierten Studie verbesserte Neurofeedback die musikalische Leistung signifikant.
(Egner T, 2003)
Eine ähnlich konzipierte Studie zeigte ebenfalls, dass Alpha-Theta-Neurofeedback bei Musikstudierenden zu professionell relevanten Leistungsverbesserungen führte. In dieser Studie wurde Alpha-Theta-Neurofeedback mit einer anderen Form des Biofeedbacks, nämlich Herzfrequenzvariabilitäts-Biofeedback (HRV-Biofeedback), und einer Kontrollgruppe verglichen.
Vierundzwanzig Standard- und Lateintänzer wurden zufällig in drei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe erhielt Neurofeedback, eine Gruppe HRV-Biofeedback und die Kontrollgruppe erhielt keine Intervention. Die Studierenden wurden während der Aufführung eines Musikstücks und nach dem Feedback-Training gefilmt. Diese Videos wurden anschließend
an Experten zur Beurteilung weitergeleitet.
Die Videos der teilnehmenden Musiker (vor und nach dem Training) sowie der Trainingsgruppe wurden verblindeten Experten zugesandt. Diese bewerteten die Ergebnisse anhand standardisierter Bewertungsskalen von Musikhochschulen. Die Tanzleistung wurde vor und nach dem Training beurteilt. In den Biofeedback-Gruppen wurden Leistungsverbesserungen festgestellt, während in der Kontrollgruppe keine Steigerung beobachtet wurde. Die Alpha/Theta-Feedback-Gruppe verbesserte ihre musikalischen Leistungen um bis zu zwei Stufen (z. B. von einer unteren zweiten auf eine erste Note), während in den anderen Gruppen keine signifikanten Veränderungen festgestellt wurden. Die darstellenden Künste profitierten am stärksten, und die EEG-Veränderungen stimmten mit einer Reduktion von Angstzuständen überein (Egner & Gruzelier, 2004a). Eine deutliche Verbesserung wurde auch im Gesellschaftstanz beobachtet (Raymond J, 2005).
Referenzen:
Egner T, Gruzelier JH (2003) Ecological validity of neurofeedback: modulation of slow wave EEG enhances musical performance. NeuroReport, 14:1221–1224.
Raymond J, Sajid I, Parkinson LA, Gruzelier JH. Biofeedback and dance performance: a preliminary investigation. Appl Psychophysiol Biofeedback. 2005 Mär;30(1):64-73. doi: 10.1007/s10484-005-2175-x. PMID: 15889586.
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